Es ist nicht mehr zu leugnen, das Jahr geht in den Endspurt und die letzten Mitarbeitergespräche stehen an. Viele Mitarbeiter und Führungskräfte sehen diese Gespräche leider als Pflichtveranstaltung an und dementsprechend können sie sich wenig für die Gespräche motivieren. Sinnhaft sind die Gespräche dann in den meisten Fällen leider nicht.

Schade, denn für mich sind diese Gespräche die Chance, sich auszutauschen. Eine Art des Austausches der im Alltag meist nicht möglich ist. Diese Art der Gespräche sind für eine der wichtigsten Momente, um Vertrauen aufzubauen und Informationen auszutauschen. Über die Strategie des neuen Jahres zu sprechen, zu erfahren, was den Mitarbeiter motiviert und wie zufrieden er mit sich ist. Es sind die Gespräche, die den Unterschied machen können. Und zwar den, ob der Mitarbeiter sich wahrgenommen fühlt und motiviert ist. Ob er an der richtigen Stelle ist.

Die Gespräche sind zudem eine gute Gelegenheit, Wertschätzung auszudrücken. Und zwar in beide Richtungen. Denn allzu oft vergessen wir zu erwähnen, was gut läuft und was uns gefällt.

Leider ist es immer noch kein Ritual, dass wir Menschen mitteilen, was wir an ihnen schätzen. Und damit verzichten wir auf eine der wichtigsten zwischenmenschlichen Währung, die mit keinem Geld der Welt bezahlt werden kann.

Menschen leben von dem Gefühl, dass sie etwas bewirken. Dass sie etwas verändern mit ihren Handlungen. Und zwar genau den Handlungen, die Ihren Potentialen entsprechen. Und das ist leichter gesagt, als getan. Wir nehmen die Welt aus unserer eigenen Perspektive wahr. Da gibt es die Menschen, die so denken und handeln wie wir selbst. Das sind die Begegnungen, die wie Selbstläufer sind. Schwieriger wird es, wenn wir mit Menschen arbeiten, die so ganz anders ticken, wie wir selbst. Der Kommunikative der den stillen Denker tierisch nervt. Der Kreative, der den Analytiker als nervtötend empfindet. Der Kontextmensch, der Dir nicht auf Deine Frage antwortet. Wie sollen wir diese Menschen wertschätzen?

Der Gallup-Strengthsfinder hilft Dir genau bei diesem Thema. Ich bin kein großer Fan von Tests, die mir sagen, wie ich bin. Diesen Test jedoch mag ich, denn er hilft mir genau diese für mich schwierigen Typologien zu verstehen. Gallup hat nach enorm vielen Interviews Denk-, Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster erfolgreicher Menschen zusammengefasst. 34 Talentleitmotive erhält man als Ergebnis, wenn man den Test macht. Das Ergebnis zu analysieren, ist so extrem spannend. Selbst nach 15 Jahren entdecke ich immer noch neue Erkenntnisse zu mir und dem Umgang mit meinem Umfeld.

Das Ergebnis und die Beschäftigung mit den Talentleitmotiven war für mich der Schlüssel, wie ich andersdenkende Menschen wertschätzen lerne.

Und das ist für mich Schlüssel für erfolgreiche Wertschätzung von anderen Menschen. Menschen, die anders denken, wahrnehmen und handeln als ich. Ich bin ein Mensch, der von Natur aus darüber nachdenkt, was mein Gegenüber auszeichnet und besonders macht. Und dennoch habe ich erst mit dem Wissen von Gallup gelernt, die wertzuschätzen, die meinem Naturell so gar nicht liegen. Und erst damit habe ich gelernt, wie ich diese Menschen zeigen kann, dass ich sie für wertig halte.

Es ist leicht Menschen Wertigkeit zu vermitteln, die einem selbst ähneln.

Aus diesem Grund möchte ich Dich zu meiner neuen BLOG-Reihe einladen. Eine Reise durch die Welt der Talentleitmotive von Gallup. Und zwar in Form von Glückskeksen. Ich werde für jeden Artikel zu einem Talent einen selbstgemachten Glückskeks basteln und beschreiben, für was diese Person sich Wertschätzung wünscht.

Ich freue mich, wenn Du mit mir auf die Reise gehst.

Julia

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.